Aktuelle Studie hält Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 für realistisch

Laut einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hatte im Jahr 2015 die Energiewirtschaft mit ca. 40 % den größten Anteil an den bundesweiten Treibhausgasemissionen. Innerhalb des Sektors Energiewirtschaft entfielen dabei ca. 80 % der Emissionen auf die Verbrennung von Braun- und Steinkohle.

Im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace untersuchte das unabhängige Unternehmen Energy Brainpool die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Kohleenergie bis zum Jahr 2030.

Die zentralen Ergebnisse der Studie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der Ausstieg aus der Kohleenergie ist innerhalb von 14 Jahren ein ambitioniertes aber realisierbares Ziel.
  • Zum Erreichen dieses Ziels bedarf es allerdings folgende Rahmenbedingungen:
      • Die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie muss bis zum Jahr 2030 80 % der gesamten Energiebereitstellung ausmachen.
      • Die Kapazität an Windrädern müsste sich dazu mehr als verdreifachen, die an Solarzellen fast verfünffachen.
      • Ferner müssten zusätzliche Gaskraftwerke ans Netz gehen – ungefähr im selben Umfang wie Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Vorteile von Gaskraftwerken sind, dass sie auch Wärme produzieren können. Ferner können sie immer bei einem Energiebedarf, welcher nicht durch regenerative Quellen gedeckt werden kann („Dunkelflaute“), kurzfristig zusätzliche Energie produzieren.
      • Elektroautos können zukünftig als flexibler Energiespeicher fungieren („Smart Grid“) und so den gespeicherten Strom ins Netz einspeisen.

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