Die Stadt Heilbronn schreibt ihr bisheriges Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2010 fort und erstellt einen Klimaschutz-Masterplan

Die Stadt Heilbronn hat sich im Jahr 2010 das Ziel gesetzt, die kommunalen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um mindestens 20 % zu reduzieren. Dazu wurden 13 Klimaschutz-Maßnahmen definiert und soweit möglich inzwischen umgesetzt. Ein Klimaschutz-Masterplan soll die zukünftige Ausrichtung der Stadt im Bereich des Klimaschutzes festlegen.

Die Fortschreibung der kommunalen CO2-Bilanz zeigt auf, dass die Freisetzung des klimaschädlichen Gases CO2 bis zum Jahr 2015 um -18,1 % zurückgegangen ist (Bezugsjahr: 1990). Andere wichtige Treibhausgase wie z. B. CH4 (Methan) und N2O (Lachgas) werden beim bisherigen Klimaschutzkonzept bislang nicht betrachtet. Um einen größeren Beitrag bezüglich der Klimaschutzziele des Landes bzw. Bundes leisten zu können, soll sich das Klimaschutzziel Heilbronns zukünftig stärker deren Zielen orientieren. Neben dem bisher ausschließlich betrachteten Treibhausgas CO2 sollten auch die wichtigen Treibhausgase N2O und CH4, welche unter anderem in der Land-, Forst- und Weinwirtschaft freigesetzt werden, bei den kommunalen Klimaschutzaktivitäten betrachtet werden.

Besonderheit des neuen Ansatzes:

  • Zukünftig werden neben Kohlendioxid (CO2) auch weitere klimaschädliche Gase wie z.B. Lachgas (N2O) und Methan (CH4) betrachtet werden. Ferner auch die Land-, Forst- und Weinwirtschaft bei allen Betrachtungen im Bereich des Klimaschutzes berücksichtigt.
  • Die Bilanzierungsmethodik orientiert sich zukünftig an den Empfehlungen des Landes Baden-Württemberg.
  • Zukünftig werden auch sogenannte Vorketten – welche z. B. bei der Gewinnung, Umwandlung und Transport eines Energieträgers (Erdöl, Erdgas, etc.), entstehen – berücksichtigt werden.
  • Die Stadt Heilbronn hat die Chance, zukünftig einen größeren Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten.
  • Es ist bekannt, dass die monetären Auswirkungen des Klimawandels auf die Kommunen zukünftig weiter zunehmen werden. Allein durch die Erarbeitung und Umsetzung von Klimawandelanpassungsstrategien (z. B. Vermeidung von städtischen Wärmeinseln) werden enorme fiktive Kosten (z. B. monetärer Werterhalt von Grundstücken) eingespart. Ferner kann durch solche Maßnahmen beispielsweise auch die gesundheitliche Belastung von Hitze auf ältere und chronisch kranke Menschen reduziert werden.
  • Nur durch ein effizientes Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmanagement lässt sich auch zukünftig eine hohe Lebensqualität in Heilbronn gewährleisten. Zudem wird der Wirtschaftsstandort Heilbronn durch ressourcen- und energieeffizientes Wirtschaften gestärkt und die Stadt kann sich als zukunftsorientierte und vorausschauend planende Kommune innerhalb Deutschlands positionieren.
Das Vorhaben wurde am Gemeinderat der Stadt Heilbronn am 28.02.2019 vorgesellt. Die dazugehörige Drucksache findet sich hier.

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