Der Klimawandel hat starke Auswirkungen auf Baden-Württemberg

Aus dem ersten „Monitoringbericht zu Klimafolgen und Anpassung“ der Landesregierung Baden-Württemberg geht deutlich hervor, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch in Baden-Württemberg deutlich spürbar sind. Um den negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, zeigt der Bericht zudem auf, wie das Land dem Klimawandel begegnen möchte.

Der „Monitoringbericht zu Klimafolgen und Anpassung“ dient als eine Art erste Bestandsaufnahme zu den Auswirkungen des Klimawandels im Land. Mit dem Bericht habe das Umweltministerium dem Kabinett eine Bestandsaufnahme zu den Folgen des Klimawandels im Land vorgelegt. Im Bericht werden darüber hinaus Maßnahmen aufgeführt und bewertet, mit denen das Land dem Klimawandel begegnen möchte. Untersucht wurden im Bericht die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bereiche Wald und Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Boden, Naturschutz und Biodiversität, Wasserhaushalt, Tourismus, Gesundheit, Stadt- und Raumplanung sowie Wirtschaft und Energiewirtschaft. In den meisten Bereichen lassen sich bereits Veränderungen belegen, die auf den Klimawandel zurückgeführt werden können.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte zu den hiesigen Auswirkungen zum Klimawandel: „Bereits heute sehen und spüren wir in Baden-Württemberg die Auswirkungen des Klimawandels, so etwa die Zunahme extremer Wetterereignisse wie beispielsweise Starkregen. Aber wir schauen dem nicht einfach zu. Wir können nachweisen, dass die Zahl warmer und heißer Tage zugenommen hat, dass heimische Baumsorten wie die Fichte durch höhere Temperaturen bedroht sind und die Gefahren durch Baumschädlinge zunehmen. Das sind eindeutige Hinweise auf den Klimawandel, die jeder Baden-Württemberger und jede Baden-Württembergerin, jedes Tier und jede Pflanze täglich zu spüren bekommt.“

Umweltminister Untersteller ergänzte: „Die Beispiele im Monitoringbericht zeigen eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten fortsetzen wird. Wenn wir dieser Entwicklung tatenlos zusehen, wird Baden-Württemberg in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein anderes Land sein, in dem die Lebensqualität spürbar nachgelassen hat. Wir müssen dem etwas entgegensetzen und dürfen weder beim Klimaschutz nachlassen noch bei unseren Anstrengungen, die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels abzumildern“.

Laut Herrn Untersteller ist bereits eine Anpassung einiger der oben genannten Bereiche an den Klimawandel zu beobachten. So ändert sich in der Landwirtschaft der Anbau. Dabei werden verstärkt wärmeliebende Fruchtarten wie Körnermais und Soja oder Merlot-Trauben im Weinbau angebaut. In der Forstwirtschaft wird der standortgerechte und klimaangepasste Waldumbau vorangetrieben, weg von den Reinbeständen der Fichte oder Kiefer hin zu widerstandfähigeren Baumarten und Mischbeständen.

Quelle: Internetpräsenz des Umwentministeriums (Zugriff am 13.07.2017).

Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg – Teil I Klimafolgen und Anpassung (PDF)

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