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Ergebnisse vom „Tag des Klimaschutzes“ der Lokalen Agenda 21

Matthias Rau vom Ingenierbüro Rau gab einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zum Klimawandel und umriss die Auswirkungen auf Heilbronn als Stadt, darunter mehr Hitze- und weniger Frosttage, mehr Wärmestau in der Stadt, andere Verteilung der Niederschläge sind übers Jahr und dadurch mehr Probleme mit dem Neckar durch Niedrigwasser im Sommer (Schifffahrt, Kühlwasser für Industrie) und Hochwasser im restlichen Jahr sowie mehr Infektionskrankheiten. Er erläuterte die Notwendigkeit für Maßnahmen zur Verminderung von Hitzestaus in der Stadt u.a. bezüglich Grünflächen, Bebauungsstruktur und sich weniger aufheizende Gebäudeoberflächen.


Dr. Reinhold Schaal, Ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter für den Stadtkreis Heilbronn, erläuterte den Kenntnisstand zur Klimaentwicklung in Baden-Württemberg und die Auswirkungen auf die Natur wie Veränderung bei der Vegetationsperiode, dem Verhalten von Tieren und dem ihnen verfügbaren Nahrungsangebot. Da die Kreise Heilbronn (Stadt) und Heilbronn (Land) die Veränderungen in besonderem Maße spüren dürften, seien die Maßnahmen wie lokaler Artenschutz, eine Stärkung des Biotopverbundes und auch eine passende Raumnutzung von großer Bedeutung.


Ulrich Reuter vom Amt für Umweltschutz in Stuttgart führte konkrete Projekte und Maßnahmen an, mit denen die Landeshauptstadt vor allem im Bereich Energie den Klimaschutz betreibt und zugleich durch Maßnahmen für das Stadtklima die Folgen des Klimawandels abfedert. Der Klimaschutz wird u.a. durch Gewinnung Erneuerbarer Energien an und Sanierung von öffentlichen Gebäuden, geschickte Abwasser- und Abfallbehandlung und Mobilitätsberatung erreicht, bei der Klimaanpassung setzt Stuttgart vor allem auf Gebäudebegrünung und optimierte Hitzewarnungen.


Klaus Müller vom Projektbüro InnovationCity Bottrop zeigte auf, wie der Bottroper Masterplan „klimagerechter Stadtumbau“ den CO2-Ausstoß Bottrops bis 2020 halbieren will. Trotz schlechterer wirtschaftlicher Ausgangslage im Vergleich zu Heilbronn hat Bottrop durch forcierte Energetische Gebäudesanierung mit Förderprogrammen und -kampagnen, Bürgerbeteiligung und Haus-zu-Haus-Beratung, einem Unterprojekt zu Mobilität große Schritte auf das Ziel hin unternommen, und hat mit einem funktionellen Grünkonzept für die Innenstadt und dem klimagerechten Umbau von Wohnquartieren auch schon Schritte zur Anpassung an den Klimawandel unternommen.


So etwas, informierte André Gützloe von der Klimaschutzleitstelle Stadt Heilbronn, braucht Heilbronn auch, denn das Ziel, bis 2020 den CO2-Ausstoßes gegenüber 1990 um ein Fünftel zu senken, droht die Stadt deutlich zu verfehlen. Während bei der Wärmeerzeugung deutliche Einsparungen erreicht werden konnten, tragen Elektrizitätsversorgung und Verkehr bislang kaum etwas bei. Um das Ziel zu erreichen, müssten die „weichen und harten Maßnahmen“ des Heilbronner Klimaschutzkonzeptes von 2010 in den Bereichen  Erneuerbare Energie, Strom- und Wärmeeffizienz, Verkehrsmaßnahmen und Übergeordnete Maßnahmen umgesetzt werden, wobei die Stadt vor allem durch Investitionsförderung, Bauplanung und Energieberatung darauf hinarbeiten könne. Gützloe empfahl den Start einer Heilbronner Klimaschutzkampagne.

Hier gehts zur Zusammenfassung der Vorträge

 


 

Klimagipfel in Heilbronn – die Ergebnisbroschüre liegt vor!

Vom ersten öffentlichen Heilbronner Klimagipfel mit direkter Bürgerbeteiligung ist die Ergebnisbroschüre der Veranstalter erschienen. Aus Anlass des internationalen Klimagipfels in Paris von BUND, AB Energiewende, LA21 HN 2015 veranstaltet – sind darin das erfolgreiche Diskussionsverfahren beschrieben und die (noch unbewerteten) Forderungen und Empfehlungen zusammengefasst.

 

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