Wasserknappheit durch den Klimawandel

Der Treibhauseffekt ist für die Erderwärmung verantwortlich. Diese hat wiederum einen starken Einfluss auf den Wasserhaushalt des Planeten.  

Lediglich ein Prozent der weltweiten Süßwasserressourcen – die regional sehr unterschiedlich verteilt sind – ist für den Menschen nutzbar. Sowohl Entwicklungs- und Schwellen- als auch Industrieländer sind von der zunehmenden Süßwasserverknappung betroffen. Eine Einschätzung des WWF zur zukünftigen globalen Wasserübernutzung kann hier aufgerufen werden.

Der Klimawandel bewirkt u.a. den Anstieg des Meeresspiegels. Dadurch kommt es zu einer Überflutung tiefer gelegener Regionen und von ganzen Inseln. Durch Starkniederschläge ist weiterhin mit Überschwemmungen zu rechnen. Auf der anderen Seite wird es in manchen Regionen zu wenig Waser geben, wodurch sich Wüsten weiter ausbreiten werden.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass durch den Klimawandel der globale Wasserhaushalt negativ beeinflusst wird. Die Lebensgrundlage vieler Menschen ist somit in großer Gefahr, da Gebiete entweder überflutet oder bislang landwirtschaftlich nutzbare Böden zukünftig zu trocken für den Ackerbau sein werden. Die Gletscherschmelze gefährdet zudem in vielen Gegenden die Wasserversorgung.

Laut UNO steigt die Weltbevölkerung zwischen 2015 und 2020 um jährlich rund 78 Millionen Menschen an. Auf der anderen Seite wird das zur Verfügung stehende Süßwasser immer weniger. Aus dem Risikobericht des Weltwirtschaftsforums aus dem Jahr 2016 geht hervor, dass die globale Süßwasserverknappung zukünftig enorme ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen auf die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen haben wird.

In der Studie „Die Wasserkrisen der Zukunft“ (2017) fordert der WWF zum Schutz des Süßwassers folgende Punkte:

  • Natürliche Grenzen lokaler Wassereinzugsgebieten müssen respektiert und eine Übernutzung gestoppt werden. Der Schutz wertvoller Süßwasserökosysteme ist hierbei zentral. Neben technischen Maßnahmen für die Bekämpfung von Wasserproblemen müssen natürliche Maßnahmen (z.B. Ökosystemschutz) stärker in den Vordergrund gerückt werden.
  • Das Thema Wasser sollte in der Entwicklungszusammenarbeit deutlich gestärkt werden. Bisher fließen lediglich knapp 6% der staatlichen Gelder in den Sektor. Dies wird dem Thema und den zukünftigen globalen Herausforderungen bei Weitem nicht gerecht.
  • Innerhalb der „Sonderinitiative Fluchtursachen bekämpfen“ der Bundesregierung muss dem Thema Wasser eine prominentere Rolle zukommen.
  • Deutsche Unternehmen mit weltweiten Wertschöpfungsketten müssen sich nachhaltige Wasserziele setzen, die im Kontext der jeweiligen Flussgebiete der Produktion Sinn machen.
  • Der Verbraucher sollte von Unternehmen nachhaltige Wasserziele einfordern.

 

Wassersparen im Haushalt

Wie einfach im Haushalt Wasser eingespart werden kann, lässt sich bei UTOPIA nachlesen.

 

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