Bioenergie kann bis zum Jahr 2050 über ein Viertel des Primärenergiebedarfs Deutschlands decken

Durch die energetische Nutzung von Biomasse ließe sich bis zum Jahr 2050 ca. ein Viertel des Primärenergiebedarfs Deutschlands decken.

Laut der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) kann Deutschland bis zum Jahr 2050 über 25 % seines Primärenergiebedarfs durch die Nutzung einheimischer Biomasse decken. Folgende Biomasse-Fraktionen können dabei energetisch genutzt werden:

1) Energie aus der Landwirtschaft

a) Energiepflanzen

Den mit Abstand größten Beitrag können Energiepflanzen wie Mais, Raps, Getreide, Durchwachsene Silphie, Wildpflanzenmischungen oder Kurzumtriebsplantagen (KUP) leisten. Laut FNR ließe sich – unter Beachtung von Naturschutzaspekten – der Energiepflanzenanbau in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf bis zu 4 Mio. ha ausdehnen und könnte dabei einen Energieertrag von bis zu 740 PJ leisten. Im Jahr 2015 wurden noch auf einer Fläche von ca. 2,2 Mio. ha Energiepflanzen angebaut. Aus deren energetischer Nutzung ergab sich ein Energieertrag von ca. 250 PJ.

a) Stroh

Die Landwirtschaft könnte bis zum Jahr 2050 10 Mio. t Stroh zur energetischen Nutzung bereitstellen. Bei dieser Schätzung wurden ebenfalls Naturschutzaspekte (z. B. Erhaltung der Humusqualität des Bodens) berücksichtigt.

c) Mist und Gülle

Sowohl Mist als auch Gülle besitzen ebenfalls ein hohes energetisches Potenzial. Zum jetzigen Zeitpunkt werden sie erst zu 50 % energetisch genutzt.

 

2) Energie aus Holz

Das Waldholz bietet bislang ebenfalls noch große ungenutzte Potenziale. So wird beispielswiese das Holz aus Durchforstungsmaßnahmen bislang nur teilweise energetisch verwendet.

 

3) Energie aus Abfällen

Ein geringes zusätzliches Potenzial steht noch bei der energetischen Nutzung von Rest- und Abfallstoffen aus der Lebensmittel- und Futterproduktion, Haushalten oder aus der Pflege öffentlicher Flächen (Grünflächen, Sportplätze etc.) zur Verfügung.

 

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