Fairtrade-Towns Kampagne

Das Fairtrade-Siegel steht für unabhängig kontrollierten Fairen Handel auf Augenhöhe mit den Erzeugern. Inzwischen haben sich weltweit über 2.000 Städte als Fairtrade-Town zertifizieren lassen.

In Deutschland beteiligen sich über 520 an der Kampagne. In Baden-Württemberg nehmen u.a. die Städte Flein, Weinsberg, Untereisesheim, Bad Wimpfen, Vaihingen a. d. Enz, Leonberg, Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg und Stuttgart daran teil. Zentrales Ziel der Kampagne ist es, den Fairen Handel zu fördern und die lokale Bevölkerung für diesen Themenbereich zu sensibilisieren.

Durch den Kauf von fair gehaltenen Waren, kann direkt im Erzeugerland Einfluss auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen während der Produktion (z.B. von Lebensmitteln oder Schnittblumen) genommen werden. Durch eine Teilnahme an der Kampagne werden den daran beteiligten Arbeiterinnen und Arbeitern in Lateinamerika, Afrika und Asien faire Verkaufspreise für ihre Produkte garantiert.

Die Kampagne Fairtrade-Towns vernetzt erfolgreich Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft und fördert den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Dabei bietet die Fairtrade-Towns Kampagne:

  • Den Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in Ihrer Kommune
  • Die Übernahme soziale Verantwortung – Angeknüpft an die Lokale Agenda 21
  • Die Positionierung als innovative und weltoffene Stadt
  • Den Anstoß für tolle Projekte neuer Kooperationspartner
  • Eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger
  • Den Impuls für das Thema nachhaltige öffentliche Beschaffung
  • Ein Netzwerk bestehender Fairtrade-Towns
  • Die International Vernetzung mit über 2000 Fairtrade-Kommunen in über 26 Ländern

Möchte sich eine Kommune an der Kampagne beteiligen, muss sie folgende fünf Kriterien erfüllen:

1. Ratsbeschluss

Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Ober-/Bürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt ausgeschenkt.

2. Steuerungsgruppe

Eine lokale Steuerungsgruppe wird gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Town die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

3. Fairtrade-Produkte im Sortiment

In den lokalen Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten. Richtwert ist hier die Einwohnerzahl der Kommune.

4. Zivilgesellschaft

Produkte aus fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt, oft im Rahmen weiterer Kampagnen von TransFair z. B. der Kampagne

5. Medien

Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg  zur Fairtrade-Town.

 

Statement der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D. Frau Heidemarie Wieczorek‐Zeul: „Die Idee der Kampagne FairtradeTowns besticht dadurch, dass jeder und jede dafür Sorge tragen kann, dass der faire Handel in der eigenen Stadt sichtbar wird. Damit wird ein Zeichen gesetzt gegen die Armut in den Ländern des Südens und für eine gerechtere Gestaltung des globalen Welthandels. Die Bundesregierung unterstützt den fairen Handel schon seit Jahren, denn er ist ein wirksames Mittel gegen Armut und Hunger auf der Welt. Die Kampagne ist ein sehr gutes Instrument, um Solidarität in jeder Stadt erlebbar zu machen. Ich finde, dies ist eine wunderbare Idee, denn so kann jeder und jede mitmachen. Und so gewinnen alle!“ (Quelle: https://www.fairtrade-towns.de).

 

Der Kurzfilm „Das Das Fairtrade-System“ veranschaulicht das Fairtrade-Prinzip.

 

Weitere Informationen

Fairtrade Deutschland

Kampagne Fairtrade-Towns

Das offizielle Rezeptheft zur bundesweiten Fairen Woche 2017

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