Ergebnisse zur Fortschreibung der CO2-Bilanz für die Jahre 2014 und 2015

Bis zum Ende des Jahres 2015 wurde ein Rückgang der energie- und verkehrsbedingten Emissionen in Höhe von -18,1 % nachgewiesen.

Ergebnisse im Bereich Energie – Strom

Trotz des steigenden Stromverbrauchs von 1990 bis 2015 um +9 % sanken die strombedingten CO2-Emissionen um -24,6 %. Ursachen hierfür sind vor allem der seit 1990 stetig fallende Emissionsfaktor im deutschen Strommix durch einen geringeren Einsatz emissionsintensiver Brennstoffe (Braunkohle, Steinkohle), eine zunehmende Energieeffizienz (höhere Kraftwerkswirkungsgrade etc.) und ein höherer Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung (Windkraft, Photovoltaik, Biomasse). In den Jahren 2011 bis 2013 war der CO2-Faktor im bundesweiten Strommix leicht angestiegen, zwischenzeitlich aber wieder auf das Niveau von 2009 gefallen. Jedoch ist auch der Stromverbrauch weiter zurückgegangen.

Die Stromerzeugung in Heilbronn aus erneuerbaren Energieträgern lag 2014 und 2015 höher als in den Vorjahren. Dies liegt zum einen an der Wiederaufnahme des ganzjährigen Betriebs der Generatoren der Wasserkraftanlagen der ZEAG seit 2014. Zum anderen ist die deutliche Zunahme der regenerativen Stromerzeugung in 2014/15 auf den nun ganzjährigen Betrieb der mit Biomethan betriebenen BHKW-Anlage der HVG in der Weipertstraße zurückzuführen. Der Anteil der regenerativen Stromerzeugung am Gesamtstromverbrauch lag 2015 bei 10,7 %.

Bezogen auf die installierte Photovoltaik-Anlagenleistung je Einwohner liegt Heilbronn im Vergleich zu anderen Großstädten in Baden-Württemberg hinter Ulm aber vor Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Tübingen.

 

Ergebnisse im Bereich Energie – Wärmeversorgung

Der fossile Heizenergieeinsatz (Raum- und Prozesswärme) verzeichnet zwischen 1990 bis 2015 mit leichten Schwankungen einen Rückgang von -11,5 %. Zwischen 2013 und 2015 gibt es einen leichten Anstieg. Bei den heizenergiebedingten Emissionen zeigt sich von 1990 bis 2015 insgesamt ein Rückgang von -17,2 %. Sie haben sich im Vergleich zu 2013 von      -16,0 % auf -17,2 % verringert trotz erhöhter Einwohnerzunahme (+3,8 %) und eines weiteren Wohn- und Nutzflächenzuwachses.

Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern am gesamten Wärmemarkt betrug 2015 rund 2,5 %. Dabei hat die energetische Nutzung von Biomasse (inkl. BHKW der HVG) mit 50 % den größten Anteil, gefolgt von Klärgas mit 37 % und Solarthermie mit 9 %.

Bei der Entwicklung der solarthermischen Anlagen ist ein stetiger, jedoch verlangsamter Zubau festzustellen. Heilbronn liegt bezüglich der installierten Kollektorfläche je Einwohner auf vergleichbarem Niveau zu anderen Großstädten in Baden-Württemberg hinter Ulm, Reutlingen und Freiburg und vor Karlsruhe und Heidelberg.

 

Ergebnisse im Bereich Verkehr

Beim Gesamtverkehr liegt der Rückgang der CO2-Emissionen von 1990 bis 2015 bei -5,6 %, zwischen 2013 und 2015 gab es nahezu eine Stagnation mit einer Veränderung von +0,1 %.

Bei Betrachtung des Endenergieverbrauchs im Verkehr ohne die durch das Gemarkungsgebiet verlaufende Autobahn zeigt sich gegenüber 2013 eine Minderung von -1,9 %. Auf den sonstigen Straßen in Heilbronn hat der Verkehr zwischen 2013 und 2015 um -0,7 % abgenommen. Die über die Fahrleistungsrückgänge hinausgehenden Verbrauchsrückgänge sind auf die geringeren spezifischen Kraftfahrstoffverbräuche durch die Modernisierung der Fahrzeugflotte zurückzuführen. Der Anteil der Biokraftstoffe ist im gleichen Zeitraum leicht rückläufig.

Bei Einbeziehung der durch das Gemarkungsgebiet verlaufenden Autobahn ergibt sich zwischen 2013 und 2015 nahezu eine Stagnation des Endenergieverbrauchs im Verkehr mit einer Veränderung von -0,1 %. Die Ursache hierfür liegt in der erhöhten Fahrleistung auf der Autobahn um knapp +5 %, was per Saldo zu einer Zunahme der Fahrleistung auf allen Straßen auf der Gemarkung Heilbronn um +0,7 % führt und die Einsparungen im spezifischen Kraftfahrstoffverbrauch aufhebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der vollständige Abschlussbericht kann Endbericht heruntergeladen werden.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Machen Sie mit